Pierrefitte sur Loire

Auf gut Glück von zu Hause los fahren und doch wieder an einem  Ort „landen“, den man kennt, dessen Magie aber nie nachlässt, das passiert uns oft….
 Der Puy Ambroise ist so ein Ort mit „magischer“ Anziehungskraft.
  Eine Mischung aus Aussichtspunkt und Picknick Oase und wenn man nicht am Wochenende kommt, sogar menschenleer.
Undenkbar, solch ein Ort- in Holland, hier stünde sofort eine Eis-oder Wurstbude, die Franzosen kommen nicht einmal auf solch verwerfliche Gedanken.

Bei klarem Wetter eine atemberaubendes Panorama auf ungefähr 400m Höhe, bin hinein in das Morvan Gebirge.

Auf dem höchsten Punkt auch eine kleine Kapelle….
Leider nicht öffentlich zugänglich, dennoch malerisch, ein Grund für gelegentliche
Aquarell -Workshops an dieser Stelle.


Wer nicht malen will, kann hier jedoch auch „stilvoll picknicken“.

Einfach ein paar Meter weiter fahren oder laufen und schon laden Bänke zum Verweilen ein…

 Picknick mit Freunden (nicht, dass ihr denkt, wir haben das alles zu Zweit verdrückt),
die süßen Mandel- und Praliné Croissants („Praliné“ ist hier in in Frankreich ein ganz  klebrig-zuckrig – rotes  Etwas…)
Im Original „Rosa Pralinen aus Lyon“ = kleine gebratene Mandeln mit viel Zucker, rosa eingefärbt
ist eine Inspiration für alle Küchenfans, zu denen ich leider nicht zähle,
Die Macrons-Seite -himmlisch.
Aber
zu einem
 selbst gebackener „Flan“, eine Art Puddingkuchen, reichen meine Fähigkeiten.
Auf Wunsch mit frischem Obst, die Sahne kam nach dem Foto.
Dann ging es weiter nach Pierrefitte sur Loire, einem Dorf am Loire – Fluss und Kanal, mit einem Schloss, das laut Bildern im Web,
schon deutlich bessere Zeiten erlebt hatte.
 Dorfmittelpunkt, neben der Kirche, das typisch französische Bar-Cafe-Tabac- depot pain -Universum.
Dort gibt es alles Lebensnotwendige für den Alltag,
Baguette, Wein, Zigaretten, einen Drink, (auch am Morgen), starken Kaffe, den auch am Abend- neben dem Drink und natürlich den Dorfklatsch -gratis.
 Die „Etalage“ spricht Bände und erinnert mich an Konsumzeiten in der DDR.
 Das Gebäude der ehemaligen Jungen-Schule, wo die Mädchen wohl lernten, ist jetzt das Gemeindehaus.
 Auch mitten im Dorf, neben der Kirche, das öffentliche, „Stille Örtchen“,
deutlicher konnte man es wohl nicht ausschildern.
 Es führt geheimnisvoll in die Tiefe und ich ging nicht hinunter, weder aus Neugier noch aus Not.
Ich bin mir nicht sicher, ob diese öffentlichen und gratis WC’s hier in La France gesetzlich für jede Gemeinde verpflichtet sind, denn man findet sie überall, meist neben dem Gemeindehaus oder der Kirche…
Mich amüsierte auf jeden Fall die Tatsachen, dass die Farbe meines
auch für
Fensterläden
geeignet scheint.
 Dass dieses Dorf seine Glanzzeiten hinter sich hat, zeigen diese Bilder….

 

 Zu verkaufen…
 In Holland wäre dieses Objekt  unbewohnbar erklärt…
 Hier in Frankreich, landet es beim Makler und wird als
„Haus mit Potential“ angeboten.
 Potential müssen vor allem die zukünftigen Eigentümer haben…und Mut.
 Und ich staune immer wieder über die vielen Facetten dieses Landes, neben „jeder Moderne“ auch immer wieder Bilder, auf denen die Zeit stehen geblieben ist…
Advertisements