Diviana Pullover

 Je nach Wolle und Maschenprobe empfehle ich,  eine so klein mögliche Nadelstärke zu benutzen, da sowohl Merino als Seidengemisch – Garne nach dem Waschen „längen“.
Die Grössenwahl des Pullovers kann auch nach der Einteilung noch leicht verändert werden,
denn die Grössen
S und M
M1 und L
XL und XXL
haben die gleiche RVO-Einteilung im VT und RT,
unterscheiden sich nur in der Länge und MZ des Raglans und der Ärmel.
Ich trage das figurbetonte Modell A.
Bärbel, 
Teststrickerin, Korrekturleserin, Moderatorin der Gruppe und MotivationsGenie –
 trägt die weitere A Linie, sprich Modell B.
 Genug der Vorrede, es geht los…..mit dem Kragen im
Flechtmuster.
Maschenzahl teilbar immer durch 6, der Anfang lässt sich am besten mit einer kurzen Rundstricknadel arbeiten, nach ein paar Runden gehe ich immer auf dem Magic Loop über.
Die Anleitung enthält für den Kragen  sowohl einen Chart A, als auch eine ausgeschrieben Anleitung.
Wichtig ist, den Maschenmarkierer wie angegeben zu versetzen, damit der Chart stimmig bleibt
Um ein wirkliches Geflecht zu erhalten, werden 4 Maschen jeweils in einer Runde nach rechts und in einer der darauffolgenden Runden nach links verzopft.
Bitte beachten, dass immer ein „kurzes Zopfbein“ über ein langes „Zopfbein“ läuft,
siehe Foto oben.
Der Kragen kann auf Wunsch auch höher gestrickt werden.
Nun kommt der kniffligste Teil des Pullovers, nach 2 Einteilungsrunden, in denen die vordere und hintere Mitte sowie die genaue Maschenzahl markiert werden, stricken wir in verkürzten Reihen weiter, damit der vordere Halsausschnitt tiefer und der hintere Halsausschnitt höher liegt.
Diese Mühe lohnt sich, denn der Pullover bekommt dadurch einen sehr angenehmen Sitz.
 Der Pullover ist so entworfen, dass das Kragenmuster, dort wo möglich, in das Zopfmuster übergeht.
Anfangs wird jedoch lediglich der Zopf neben der hinteren Mitte gestrickt, alle anderen Maschen im Rippenmuster für das Rückenteil und glatt rechts für die Ärmel.
In den verkürzten Reihen werden die ersten Raglanzunahmen gearbeitet,
die entweder nach links (M1L) oder nach rechts (M1R) weisen.

In den Hinreihen , wird auf der linken Seite neben der hinteren Mitte zugenommen, in den Rückreihen wird es dann kniffeliger, denn es muss von der „linken Seite“ aus, mit links aus dem Querfaden heraus gestrickten Zunahmen die gleiche
Richtung der Maschen
nach rechts und links
gearbeitet werden.

Bei der M1LQF Zunahme wird
die linke M  aus dem Querfaden (QF) links gerichtet heraus gestrickt.
Schwieriger ist  die rechts gerichtete Zunahme
M1RQF.
Dafür den Faden wie oben auf die linke Nadel heben, verdrehen = verschränken,
und  ihn dann so verdreht =verschränkt – abstricken.
Auf der rechten Seite  des Strickstücks, (hinteres Maschenglied der Zunahme) weist die Zunahme dann nach rechts, siehe Foto unten.
Wer etwas Übung in dieser Ausschnittlösung hat, kann auch dazu übergehen,
  alle Zunahmen in den Hinreihen zu stricken.
Dazu muss man jedoch die Zunahme in der Hinreihe so arbeiten,
als hätte man sie  in der Rückreihe vergessen, es wird einen QF tiefer eingestochen, 
aus dem QF in die jeweilige Richtung zugenommen( mit dem Querfaden der darüber liegt  und dann  mit dem laufenden Faden darüber gestrickt.
Nach dieser schwierigen Etappe geht es entspannter nach Chart B weiter, wobei zu beachten ist, dass im RT jetzt schon 2 Verzopfungen gemacht wurden, dort dann letztendlich 5 Zöpfe, statt der 3 im VT erscheinen.
RT und VT haben wieder die gleiche Maschenzahl, und können nach demselben Chart B bis zur Trennung von Körper und Ärmel gestrickt werden.
Im Chart werden  manche Raglanzunahmen auch als linke M gestrickt, siehe Symbole.
Es ist nur die rechte Hälfte von VT/RT dargestellt, darum von rechts nach links lesen, bis zur vordern bzw. hinteren Mitte (rote Linie ) stricken und dann spiegelverkehrt, von links nach rechts, selbstständig ergänzen.
Neben der Mittellinie ist zur besseren Orientierung der weitere Musterverlauf gezeigt.
Der kleine Einsatz im Chart B zeigt den Ärmel mit seiner ersten Verzopfung.

Das Zopfmuster zieht sich extrem zusammen, dehnt sich  jedoch beim Tragen und nach dem Waschen.
Die Weite des Pullovers kann nach Wunsch durch weniger oder mehr Raglanzunahmen angepasst werden.
Zum Beispiel kann auch in den letzten Runden in jeder Rd. und im Ärmel in nur jeder 4. Rd. zugenommen werden, zwischendurch die Passform überprüfen.

 Teil 2 Trennung Ärmel und Body
Chart B und damit der Raglan sind nun beendet, seine Passform kontrolliert und nun werden
 Body und  Ärmel getrennt.
wird immer wieder darauf hingewiesen, den Pullover vor der Trennung wenigstens nass zu machen oder gar etwas vor zu waschen.
Nur so kann genau eingeschätzt werden, wie sich das Material verhält und ob der Raglan nicht zu weit oder zu schmal ausfällt.
Ich verwende immer eine dünnere Nadel als eigentlich notwendig, so längen Merino – und Seidengarne nach der Wäsche nur minimal und behalten ein schönes Maschenbild.
Ist der Pullover aufgeteilt, werden unter dem Arm neue Maschen angeschlagen (aufgeschlungen) und mittig ein Markierer gesetzt.
Von Bärbel der Tipp, immer 2 M mehr auf zu nehmen, dann ein Mal alle Unterarmmaschen stricken und in der folgenden Runde, die letzte M des VT mir der ersten Unterarmmasche zusammen stricken und dann die letzte Unterarmmasche mit der ersten M im RT zusammen stricken, so entstehen keine Löcher an diesen Stellen.
Das Zopf Muster wird weiter versetzt und dann nach 6-8 Paaren nur noch gerade gestrickt.
Ich hatte schon nach 5 Paaren zum geraden Muster gewechselt,
mit dem Nachteil, dass der Zopf nicht in der Mitte des Pullovers weiter läuft,
Bärbel hat das besser gemacht.
Das Zopfpaar läuft schön zentral weiter.
Nun kommt es auf ein wenig Eigeninitiative an.
Denn die seitlichen Zunahmen, die dem Pullover seine A Linie verleihen, müssen
selbstständig
gemeistert werden,
indem neben den beiden linken Maschen, welche die seitliche „Mitte“ markieren, jeweils eine M zugenommen wir, also je 2M pro Seite und 4 insgesamt.
Je nach Grösse wird
„im Muster“
zugenommen, bis Rippen oder Zöpfe gestrickt werden können.
Nimmt man in jeder Verzopfungsrunde nach (6 Rd.) zu, wird der Pulli weit und fast „schwingend“.
Bei Zunahmen nach jeder 12 Rd. bleibt der Pullover eher figurbetont.
Im Wechsel kann auch zugenommen werden, je nach persönlicher Vorliebe.
Ist die gewünschte Länge minus 4cm für den Bund erreicht,
wird direkt nach einer Verzopfung im
Rippenmuster weiter gestrickt.
Ich habe den Bund in verkürzten Reihen gestrickt, da ich das RT länger mag.
Dafür von der hinteren Mitte aus im Rippen Muster verkürzte Reihen bis zum erreichen der gewünschten Länge stricken.
Für die Ärmel wird wie angegeben regelmäßig abgenommen, die Verzopfungen dienen als Gedankenstütze, so kommt man ohne Rundenzählen aus.


Bärbel hat ihre Ärmel mit dem Kragen Flechtmuster abgeschlossen,
Dazu muss die Maschenzahl teilbar durch 6 sein.
Mir gefällt dieses Bündchen besser als meine eigene Variante, denn es harmoniert perfekt mit dem Oberteil.

 Mein Ärmelbund ist abgeschrägt, mittels verkürzter Reihen, siehe Anleitung.

Bleibt mir nur noch zum Schluss allen Strickerinnen viel Freude beim Diviana Stricken zu wünschen.
In der
StrickRomantik Gruppe
rauchen auch die Nadeln seit einer Woche….
Schaut doch mal rein – in den
Diviana Thread.
Wir sehen uns….
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